Hinduismus
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Eine erschlagende Mehrheit von etwa 82% der Bevölkerung gehören in Indien dem Hinduismus an. Damit stellt Indien aber auch mit bedeutendem Abstand die größte Anzahl von Hindus in der Welt. Das Wort Hindu kommt dabei aus dem Persischen und bezeichnet die Bewohner des Industals. Die Bezeichnung des Hinduismus wurde erst von den Europäern im 19. Jht. geprägt.
Die Beschreibung des Hinduismus als eine eindeutige Religion gestaltet sich bisweilen schwierig, denn obwohl es sich hier um eine Religion mit einigen festen "Vorgaben" handelt, die von quasi allen angenommen und praktiziert werden, gibt es doch große regionale Unterschiede.

Verschiedene Eckpfleiler können als Grundlage verstanden werden, hierzu zählt das Kastensystem, das Gesetz von Ursache und Wirkung (Kharma) welches den Kosmos und das Schicksal der Menschen bestimmt, die Wiedergeburt (Samsara) bis zur Erlösung (Moksha) sowie die Vedischen Schriften, die Veden.

Das heilige Wissen (veda) ist dabei nicht menschlichen Ursprungs sondern kraft höherer Erkenntnis durch Seher "erschaut“ worden. Lange Zeit hindurch überlebte es durch mündliche Übertragung, erst einige Jahrtausende vor Chr. wurden sie in Sanskrit (heilige klassische Kultursprache Indiens) niedergeschrieben.

Man unterscheidet vier Veden: Rig, Sama, Yajur, Atharva, wobei der letzte Veda etwa um 1.000 v. Chr. abgeschlossen wurde. Zu den Vedischen Skripten gehören zudem die erst später entstandenen Erläuterungen zu diesen vedischen Skripten (Brahmanas), sowie die zwei metaphysischen Abhandlungen (Aranyakas und Upanishaden). Die Upanishaden gelten als das Ende der vedischen Skripten, die den Übergang zum Hinduismus begründen. Die identifizieren den Menschen setzten die Individualseele (Atman) und die impersonale Ursache aller Erscheinungsformen (Brahman) gleich. Den Upanishaden folgen die Smriti-Werke, erst sie begründen die heute typische hinduistische Religiösität. Zu ihnen gehören das Mahabharata (100.000 Doppelverse, größte Dichtung der Welt), Ramayana (24.000 Verse), Puranas (religiöse Bräuche, Handeln der Götter) und Tantras (geheime Anweisungen zu übernatürlichen Fähigkeiten, rel. Rituale).

Hinduistische Götter:

Brahma Erschaffer
Vishnu Stellt Weltordnung her
Shiva Zerstörer, spendet neues Leben
Indra Vedische Zeit: Kriegsgott
Varuna Vedische Zeit: Herr der ewigen Ordnung
Agni Vedische Zeit: Feuergott

 

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