| Nach Buddha ist das
Leben des Menschen gleichzusetzen mit Leid.
Und mit jeder Neugeburt (daran glauben alle
Buddhisten und Hindus) beginnt ein neues Leben, und
damit geht das Leid von vorne los. Wenn man jedoch
der Neugeburt entrinnen könnte, so würde
es kein Leid mehr geben. Diese Tatsache hat
dem Hinduismus einen gewissen Pessimismus zugeschrieben,
die aber nicht wirklich wahr ist. Denn der Mensch
hat großes Glück als solcher geboren zu
sein, denn nur er kann das Nirvana erreichen.
Der Wiedergeburt und damit
dem Leiden zu entkommen, kann nur durch das
Nirwana geschehen,
es ist das höchste, was ein Buddist erlangen kann,
und damit das höchste Ziel. Grunderkenntnis
seiner Lehre sind dabei die 4 Wahrheiten:
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Wahrheit über
das Leiden:
es ist zu verstehen, was Leiden ist, also z.B.
Tod, Krankheit, Getrenntsein von Geliebtem, Alter
etc. |
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Wahrheit
von der Entstehung des Leidens:
wie entsteht Leid, Lust nach Leben, Durst nach
Lust, der Durst nach Werden bzw. Nichtwerden.
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Wahrheit von der
Aufhebung des Leidens: durch
die völlige Underdrückung des
Lebensdurstes, der mit Leidenschaft und Freude
verbunden ist. |
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Wahrheit vom Wege
zur Aufhebung des Leidens:
der 8-fache Weg |
Um dem Leiden und der Wiedergeburt
zu entkommen, gibt Buddha den edlen 8-fachen Weg:
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Rechtes
Verstehen |
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Rechtes
Denken |
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Rechtes
Reden |
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Rechtes
Handeln |
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Rechtes
Leben |
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Rechtes
Streben |
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Rechtes
Gedenken |
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Rechtes
Sichversenken |
Die
Interpretation dieser 8 Pfade waren Grundlage für
die vier verschiedenen
Religionsrichtungen, die man im buddhismus heute
unterscheidet. Das sind Mahayana (Das
Große Fahrzeug), Theravada (Weg der Alten),
Vajrayana und Zen. Im Grundkonzept unterscheiden
sie sich jedoch kaum.
Die Vorstellung von Gott
Buddha selbst möchte nicht als Gott verehrt werden,
er sieht sich eher als Religionsstifter, den
Weg weisen kann für den Weg zum Nirwana.
Dabei ist jeder Mensch auf sich selbst gestellt,
denn
die Erleuchtung kommt aus einem selbst heraus, sie
ist nicht von "außen" zu erwarten.
Das
hängt auch mit Folgendem
zusammen: Da der Mensch mit der Angst, dass er auf
sich alleine gestellt ist, nicht fertig wird, sucht
er sich einen Bezugspunkt. Diesen Bezugspunkt gibt
es jedoch aus philosophischer Sicht gesehen nicht,
da der Buddhismus eine verneinende Religion ist, die
sowohl einen Anfang (Schöpfung) wie auch ein
Ende verneint und somit auch ein transzendentes Wesen.
Die Frage danach, ob der Buddhismus
eine Religion ist oder nicht, kann nicht vollends
beantwortet werden. Die Beantwortung dieser Frage
liegt in der Betrachtung der Religionsrichtung.
So gibt es Religionsrichtungen, wonach Götter
durchaus existieren (Buddha selbst ist der Frage
nie
nachgegangen, hat sie als unwesentlich abgetan);
der Mensch selbst kann durch Wiedergeburt
sogar zu einem Gott werden. Das hängt allerdings
vom Kharma ab und es
ist nicht so erstrebenswert, wie die eigentliche
Erlösung,
denn die erreicht man als Gott nicht. Zudem ist ein Gott nicht unsterblich, er kann im Gegensatz
zum Menschen nicht einmal die Lehre Buddhas vernehmen.
Aus
diesem Grunde wird der Buddhismus häufig als
eine Art Lebensphilosophie angesehen, mehr als
als Religion. Wir empfehlen auch die folgenden Seiten: Buddhismus.de
und Dalai
Lama (engl.).
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| Zur
Vertiefung empfehlen wir die folgenden Werke:
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8,00 |
Buddhismus
kurz und bündig
von Steve Hagen, Gail Ursula (Übersetzer)
Goldmann (März 2000), Broschiert |
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8,50 |
Mit Buddha das
Leben meistern
von Volker Zotz
Rowohlt Tb. (Oktober 2003), Broschiert |
| |
7,90 |
Die
Grundgedanken des Buddhismus
von Verena Reichle
Fischer (Tb.), Frankfurt (September 1994), Broschiert
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7,90 |
Die
Regeln des Glücks
von Dalai Lama XIV., Howard C. Cutler
Lübbe (Januar 2001), Taschenbuch / Sprache
Deutsch |
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8,50 |
Die Lehren des
tibetischen Buddhismus
von Dalai Lama, Christof Spitz (Übersetzer)
-- Broschiert |
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19,95 |
Die Buddhas der
Zukunft
von Marcel Geisser
Kösel (Juli 2003), Gebundene Ausgabe |
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