Buddhismus
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Der Buddhismus ist eine Religion, der nur knapp x % der indischen Bevölkerung angehören. Und doch begegnet man ihr in Indien häufig, v.a. im Grenzgebiet zu China. Sie hat aber nicht nur dort ihre Bedeutung, sondern wird zunehmend auch gerne im Westen als Lebensphilosophie anerkannt und gesucht. Er ist teif verwurzelt mit dem Land Indien und andere Religionen, wie der Jainismus oder der Hinduismus. Wir möchten eine kurze Einleitung in den Buddhismus geben, der nur einen Überblick geben soll.
   
Das Leben des Buddha  
   
Buddha wurde der Überlieferung nach in der alten Stadt Kapilavastu (heutiges Nepal) im Jahre 560 v. Chr. geboren. Er trug damals den Namen Siddharta Gautama, bekam den Namen Buddha (der Erleuchtete) jedoch erst später.
Seine Mutter war bereits kurz nach seiner Gebuhrt gestorben. Sein Vater, ein sehr einflußreicher und wohlhabender Mann, erfüllte Siddharta wohl jeden Wunsch, so, daß es ihm scheinbar an nichts fehlte. So heiratete er bald die Prinzessin Yasodara, verließ jedoch im Alter von 29 Jahren plötzlich seine Heimat um die Erleuchtung zu suchen.
Siddharta fand schließlich Mönche, mit denen er zusammen in asketischer Form lebte und meditierte. Irgendwann jedoch, kurz bevor er fast durch Selbstkasteiung zum Tode gekommen war, nahm er wieder Nahrung zu sich. Die Erleuchtung bekam Siddharta schließlich, als er lange Zeit mit sich selbst verbracht hatte, und unter einem Feigenbaum saß. Von nun an sollte er Buddha genannt werden. Zurückgekehrt zu den Mönchen, argwöhnten diese seine Worte, denn er hatte seine Selbstkasteiung aufgegeben. Man hörte ihn jedoch schließlich an und so verbreitete sich seine Lehre.
 
Die Lehre des buddha
 

Nach Buddha ist das Leben des Menschen gleichzusetzen mit Leid. Und mit jeder Neugeburt (daran glauben alle Buddhisten und Hindus) beginnt ein neues Leben, und damit geht das Leid von vorne los. Wenn man jedoch der Neugeburt entrinnen könnte, so würde es kein Leid mehr geben. Diese Tatsache hat dem Hinduismus einen gewissen Pessimismus zugeschrieben, die aber nicht wirklich wahr ist. Denn der Mensch hat großes Glück als solcher geboren zu sein, denn nur er kann das Nirvana erreichen.

Der Wiedergeburt und damit dem Leiden zu entkommen, kann nur durch das Nirwana geschehen, es ist das höchste, was ein Buddist erlangen kann, und damit das höchste Ziel. Grunderkenntnis seiner Lehre sind dabei die 4 Wahrheiten:

Wahrheit über das Leiden: es ist zu verstehen, was Leiden ist, also z.B. Tod, Krankheit, Getrenntsein von Geliebtem, Alter etc.
Wahrheit von der Entstehung des Leidens: wie entsteht Leid, Lust nach Leben, Durst nach Lust, der Durst nach Werden bzw. Nichtwerden.
Wahrheit von der Aufhebung des Leidens: durch die völlige Underdrückung des Lebensdurstes, der mit Leidenschaft und Freude verbunden ist.
Wahrheit vom Wege zur Aufhebung des Leidens: der 8-fache Weg

Um dem Leiden und der Wiedergeburt zu entkommen, gibt Buddha den edlen 8-fachen Weg:

Rechtes Verstehen
Rechtes Denken
Rechtes Reden
Rechtes Handeln
Rechtes Leben
Rechtes Streben
Rechtes Gedenken
Rechtes Sichversenken

Die Interpretation dieser 8 Pfade waren Grundlage für die vier verschiedenen Religionsrichtungen, die man im buddhismus heute unterscheidet. Das sind Mahayana (Das Große Fahrzeug), Theravada (Weg der Alten), Vajrayana und Zen. Im Grundkonzept unterscheiden sie sich jedoch kaum.

Die Vorstellung von Gott
Buddha selbst möchte nicht als Gott verehrt werden, er sieht sich eher als Religionsstifter, den Weg weisen kann für den Weg zum Nirwana. Dabei ist jeder Mensch auf sich selbst gestellt, denn die Erleuchtung kommt aus einem selbst heraus, sie ist nicht von "außen" zu erwarten.

Das hängt auch mit Folgendem zusammen: Da der Mensch mit der Angst, dass er auf sich alleine gestellt ist, nicht fertig wird, sucht er sich einen Bezugspunkt. Diesen Bezugspunkt gibt es jedoch aus philosophischer Sicht gesehen nicht, da der Buddhismus eine verneinende Religion ist, die sowohl einen Anfang (Schöpfung) wie auch ein Ende verneint und somit auch ein transzendentes Wesen.

Die Frage danach, ob der Buddhismus eine Religion ist oder nicht, kann nicht vollends beantwortet werden. Die Beantwortung dieser Frage liegt in der Betrachtung der Religionsrichtung. So gibt es Religionsrichtungen, wonach Götter durchaus existieren (Buddha selbst ist der Frage nie nachgegangen, hat sie als unwesentlich abgetan); der Mensch selbst kann durch Wiedergeburt sogar zu einem Gott werden. Das hängt allerdings vom Kharma ab und es ist nicht so erstrebenswert, wie die eigentliche Erlösung, denn die erreicht man als Gott nicht. Zudem ist ein Gott nicht unsterblich, er kann im Gegensatz zum Menschen nicht einmal die Lehre Buddhas vernehmen.

Aus diesem Grunde wird der Buddhismus häufig als eine Art Lebensphilosophie angesehen, mehr als als Religion. Wir empfehlen auch die folgenden Seiten: Buddhismus.de und Dalai Lama (engl.).

 

 

Zur Vertiefung empfehlen wir die folgenden Werke:
8,00
Buddhismus kurz und bündig
von Steve Hagen, Gail Ursula (Übersetzer)
Goldmann (März 2000), Broschiert
8,50
Mit Buddha das Leben meistern
von Volker Zotz
Rowohlt Tb. (Oktober 2003), Broschiert
7,90
Die Grundgedanken des Buddhismus
von Verena Reichle
Fischer (Tb.), Frankfurt (September 1994), Broschiert
7,90

Die Regeln des Glücks
von Dalai Lama XIV., Howard C. Cutler
Lübbe (Januar 2001), Taschenbuch / Sprache Deutsch

8,50
Die Lehren des tibetischen Buddhismus
von Dalai Lama, Christof Spitz (Übersetzer) -- Broschiert
19,95
Die Buddhas der Zukunft
von Marcel Geisser
Kösel (Juli 2003), Gebundene Ausgabe
     
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