Städte & Regionen

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Von üppigen Dschungeln über tropische Strände bis hin zum imposanten Himalaya-Gebirge hat Indien faszinierende Landschaften zu bieten. Doch üblicherweise beginnen Urlauber ihre Reise in einer Großstadt, die über einen Flughafen verfügt, beispielsweise Delhi, Bombay, oder Kalkutta. Insbesondere die Metropolen wirken auf Neuankömmlinge oft überwältigend, denn das Stadtbild ist geprägt durch Lärm, Chaos und Überbevölkerung. Wenn jedoch die erste Verwirrung überwunden ist, gibt es Faszinierendes zu entdecken:

In Bombay, Indiens Filmmetropole, spielt sich das Leben zwischen glamourösen Partys in Szene-Clubs und prächtigen Kolonialbauten wie dem Gateway of India oder dem Taj Mahal Hotel ab. Kalkutta, die Hochburg der Intellektuellen, bietet eine lebendige Kunstszene und Delhi, Indiens Hauptstadt, stellt eine faszinierende Mischung aus modernen Regierungsgebäuden und historischen Monumenten aus der Mogulzeit dar. Zu den bekanntesten Mogulbauten in Delhi zählt das Humayun-Mausoleum im Stadtteil Nizamuddin-Ost.

Wer sich jedoch lieber in einer angenehmen Umgebung an das ungewohnte Klima und die fremde Kultur gewöhnen möchte, begibt sich am besten so schnell wie möglich an die Südwestküste nach Kerala oder Goa. Die beiden südindischen Bundesstaaten, in denen das Klima feuchtheiß und die Vegetation tropisch ist, gelten als ideale Ausgangspunkte für eine Indien-Reise, denn in ihnen geht es wesentlich geruhsamer zu als im Rest Indiens. Goa, der am besten für Touristen erschlossene indische Bundesstaat, begeistert durch seine kilometerlangen palmengesäumten Traumstrände. Kerala gilt als Indiens Vorzeigestaat, denn in dem durch Dschungel- und Flusslandschaften geprägten Staat ist die Armut geringer als im übrigen Land.
Zwischen Kerala und Goa liegt Karnataka, dessen Hauptstadt Indiens Softwaremetropole Bangalore ist.
File 1374Östlich von Kerala befindet sich der südindische Bundesstaat Tamil Nadu, in dem vor allem die imposante Tempelstadt Madurai einen Besuch wert ist.
In Zentralindien locken insbesondere historische Schätze wie beispielsweise die Höhlentempel in Ellora, der Jagannath-Tempel in Puri oder der Brahmeswar Mandir Tempel in Bubhaneshwar Kunstinteressierte an.
Zu den Höhepunkten einer Indienreise gehört ein Aufenthalt in dem nordindischen Bundesstaat Rajasthan. Der Wüstenstaat entspricht mit seinen Ruinen und Palästen, seinen wehrhaften Festungen und seinen Kamelkarawanen allen Klischees, die man hierzulande vom exotischen Indien hat. In Jaipur, der Hauptstadt, befindet sich der eindrucksvolle Stadtpalast mit dem Palast der Winde, einem der Wahrzeichen Indiens. Udaipur ist vor allem wegen seiner Wasserpaläste, die malerisch auf Inseln im Pichola-See liegen und die bereits als Kulisse für mehrere Filme dienten, bekannt.
File 1563Auch der Bundesstaat Uttar Pradesh, der nordwestlich von Rajasthan in der Gangesebene zwischen dem Dekkan-Hochland und dem Himalaya-Gebirge liegt, ist vor allem wegen seiner kulturellen Schätze bekannt. Dazu zählen im Osten das Taj Mahal, das wohl bekannteste Bauwerk Indiens, sowie die Ruinenstadt Fatehpur Sikri und das Rote Fort von Agra. Im Westen von Uttar Pradesh zieht die Pilgerstadt Varanasi Reisende, die hinduistische Rituale hautnah miterleben möchten, in ihren Bann.
Im Norden Indiens erstreckt sich das Himalaya-Gebirge mit seinen Ausläufern über die Bundesstaaten Jammu und Kaschmir, Uttar Pradesh, Himachal Pradesh und Uttaranchal im Westen sowie Arundachal Pradesh, Westbengalen und Sikkim im Osten. Großstädte und kulturelle Ballungszentren gibt es dort kaum. Stattdessen begeistern menschenleere Gebirgslandschaften, einsame Hochalmen, abgeschiedene Dörfer, verträumte buddhistische Klöster und malerische Täler wie das Kullu-Tal oder das Kaschmir-Tal insbesondere Naturfreunde, die in Expeditionen und Trekking-Touren das imposante Bergmassiv erkunden.