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Es gibt
weltweit wohl kein Land, in dem jährlich so
viele Filme produziert werden, wie in Indien. Nicht
einmal die Hollywood kann auch nur annähernd
mit den inzwischen über 1.000 Filmproduktionen
mithalten. So arbeiteten Ende der 80er Jahre gut
eine halte Mio. Menschen für die idische Filmindustrie.
Während etwa die Hälfte aller Filme in
Bombay gedreht werden, gibt es noch grössere
Filmstudios in Kalkutta
(zumeist etwas anspruchsvoller) sowie in Madras
(v.a. Komödien und Musicals). |
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Da die bekannten Schauspieler
der grossen Spielfilme aber in Bombay
(Mumbai) drehen, wird die hier ansässige Industrie
auch Bollywood genannt.
Wenn von Spielfilmen die Rede ist, so sind damit die sog.
Masalas gemeint, ein Begriff, der eigentlich eine
indische Gewürzmischung beschreibt. Das heißt,
hier ist immer alles drin, natürlich in der richtigen
Mischung: Liebe, Hass, Kampfszenen, Trauer, Korruption,
Mord und tief ergreifende Schicksale. Und das ändert
sich auch nicht, in keinem Masala. Nur die Schauspieler
wechseln bisweilen, die Handlung hingegen ist immer dieselbe:
Ungerechtigkeiten, Schicksalsschläge, einen grossartigen
Kämpfer und zumeist ein happy end mit Lehre. Die
Moral spielt eine besonders grosse Rolle dabei.
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Aufnahmen in FilmCity
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Tafel für Filmaufnahmen
in den Studios
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Schauspielerin
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Wer
sich das erste mal einen Masala-Film anschaut,
wird
möglicherweise das Drumherum, angefangen vom
Kartenkauf, als den waren Spielfilm betrachten.
Es ist dabei gar nicht notwendig, dass man den
Wortlaut
des Filmes versteht, denn er wird ohnehin auf Hindi,
oder einer anderen Lokalsprache gezeigt werden.
Vielmehr ist es interessant zu sehen, welche ungeheuren
Gefühlshöhen und -tiefen der Film durchläuft,
so dass die Zuschauer zu weinen beginnen (z.T. schluchzend)
oder laut aufjauchzen, oder sogar aufstehen, um
den Helden aus aller Nähe anzufeuern.
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Dieser
schlägt sich währenddessen
seit vielen Minuten mit seinem Todfeind, wobei
aber keiner von beiden auch nur einen Kratzer
abbekommt, und beim Schlag selbst auch nur der
Schläger, oder nur der Empfänger, nicht
aber beide zugleich gezeigt werden. Kurzum: es
ist ein lustiges und teilweise mitreißendes
Spektakel, das man sich nicht entghen lassen
sollte.
Da
jährlich an die 1.000
Filme produziert werden, ist es z.T. schwer
herauszufinden, welche nun gut, und welche schlecht
sind. Bisweilen weiss aber das Hotel, ob gerade
ein Film empfehlenswert ist. Am besten fragt man
nach Filmen, die unter den Top 10 des
Jahres gehandelt werden. Diese Filme haben
einen höheren Anspruch und lassen dennoch
nichts an dem Masala-Image offen - ein unbedingtes
Muß.
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| Fakten
zu Film City |
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Ausmaße
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2
km²
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Ort
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etwa 15
Minuten vom Flughafen
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Studios
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18
innen + 40 außen
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| Entwicklung |
Ein Farb-Prozessing-Labor
in Zusammenarbeit mit ADLABS |
| Mitarbeiter |
ca.
220 (alle anderen werden durch die Produzenten
eingestellt |
| Internet |
www.filmcitymumbai.com |
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| Produzierte
Filme in 2002 |
| Sozial |
748
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| Krimi |
81
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| Horror |
21
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| Action |
20
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| Fantasie |
14
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| Komödien |
16
|
| andere |
43
|
| insgesamt |
943
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| Produzierte
Filme in Indien insgesamt |
| 2000 |
855
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| 2001 |
1013
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| 2002 |
943
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Wer
in
Bombay bekannte
Plätze aufsucht, dem kann es schon mal passieren,
dass er einem Shooting zusehen kann.
Dabei ist es nicht ungewöhnlich, wenn der
Regisseur passierende Touristen fragt, ob sie
freundlicherweise
beim Film für ein par Aufnahmen mitmachen
möchten.
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