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Begriffe
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In Indien kommt man unweigerlich mit Worten in Verbindung, die man bislang vielleicht nur selten oder sogar gar nicht gehört hat. Im Folgenden werden einige solcher Begriffe erläutert.

Agni

Gott des Feuers (Gottheit der Veden)

Ahimsa Bezeichnet die Schonung alles Lebenden als eine der Grundsätze des Hinduistischen Glaubens

Arier

Sanskrit-Wort für "edel". Es ist eine Bezeichnung fuer die Menschengruppe, die aus Richtung Persien in das Hindutal kamen und sich dort niederließen.

Ashram Ein Ashram ist gewöhnlich ein Ort, an dem ein oder mehrere Gurus/Asketen zusammenfinden, um gemeinsam Spirituellem nachzugehen. Gewöhnlich kann man um Aufnahme in einem Ashram bitten, um für einige Zeit von einem Guru inspiriert zu werden. Gewöhnlich bekommt man dann eine Aufgabe zugewiesen, darf bestimmte Dinge nicht ausüber (z.B. Alkohol trinken, Rauchen, etc.)

Ayurveda

Indische Medizin, die viele Jahrtausende alt ist. Alte vedische Aufschriften über diese Heilkunst sind bis zu 5.000 Jahre alt. Das Wort kommt aus dem Sanskrit und bedeutet "Das Wissen (veda) über das Leben (ayu)". Ayurveda ist heute zu einem Export- & Tourismusschlager geworden, wobei sich dies grundlegend von dem alten traditionellen Ayurveda unterscheidet.

Bakschisch Trinkgeld, ursprünglich arabischer Herkunft

Brahma

Gott, er ist der Erschaffer der Erde

Brahmane

Angehöriger der Priesterkaste, also der höchsten Kaste.

Buddha

Begründer des Buddhismus und 9. Inkarnation von Vishnu

Burkha

Moslemisches Kleidungsstück fuer Frauen (fuer den ganzen Körper)

Crore Dieses Wort steht für 10.000.000, also 10 Mio.

Devi

Die ist die Frau von Gott Shiva, ein anderer Name ist Durga

Dharma

Verhaltenskodex, der fuer den hinduistischen wie fuer den Buddhistischen Glauben gilt

Durga

Sie ist die Frau von Gott Shiva, ein anderer Name ist Devi

Fakir

Ursprünglich moslemischer Asket, heute aber auch in anderen Religionen gängig

Ghat

Treppen, die an einen Fluß führen (z.B. Varanasi)

Ghat Stufen, die an den Ganges heranführen (z.B. in Varanasi).

Ghee

Butterfett, das insbesondere in der indischen Heilmedizin Ayurveda empfohlen wird

Giri

Bezeichnung für einen Hügel bzw. kleinen Berg

Guru

Lehrer bzw. Heiliger, meist in religiöser Hinsicht genutzt. Ein Guru ist ein spiritueller Führer, der in seiner ursprünglichen Bedeutung die Dunkelheit erhellen kann.

Indra

Gott des Donners/Unwetters/Donners. Wichtigster Gott der Veden

Jaggery

Süßstoff, der aus Palmensaft gewonnen wird (Kitual-Palme)

Kali

Shiva’s Frau, die Schreckliche. Ihr wurden bis ins frühe 20. Jht. Noch Menschenopfer gebracht. Heute ist es verboten, geschieht jedoch noch ganz vereinzelt auf dem Lande (sehr selten).

Kama

Gott der Liebe

Kasten

Die Zugehörigkeit in eine Kaste bezeichnet einen Sozialstatus innerhalb der hinduistischen Gesellschaft, in den man hineingeboren wird. Die Entstehung ist ungewiß, evtl. durch Abgrenzung der Arier zum Volk auf das sie trafen als sie sich im Hindus-Tal niederließen. Es gibt an die 3.000-4.000 Kasten, wobei man sie den folgenden vier Hauptkasten zuordnen kann:

Brahmanen Priester, Richter
Kshatriyas Soldaten, Administratoren, Fuersten
Vaishyas Handwerker, Kaufleute, Farmer
Sudras Bedienstete, Diener
(Chandala)
Unberührbare, also kastenlose Menschen; sie werden oft gesehen als das Ergebnis von Mischehen

Khalistan

Von den Sikhs angestrebter, von Indien unabhängiger Staat

Kharma

Schicksal, das aufgrund vergangener Leben eines jeden von uns das derzeitige Leben beschert. Es ist eines der Grundsätze des Hinduistischen Glaubens

Krishna

Gott, 8. Inkarnation des Gottes Vishnu

Lakh

Wort für 100.000 

Lakshmi

Göttin für Glück und Reichtum, die Gefährtin Shivas 

Mahabharata

Vedisches Epos der Bharata-Dynastie sowie Sammlung von Gedichten. Mit ca. 100.000 Doppelversen stellt sie die größte Dichtung der Welt dar. ca. 400 v. – 400 n. Chr. entstanden.

Mahal

Haus Palast 

Maharadscha

König

Mahatma

Indischer Vorname, bedeutet soviel wie "große Seele" 

Mandir Wort für Tempel, gebräuchlich bei den Hindus und den Jains
Mantra Mantras bezeichnen Silben, die während einer Maditation vielfach wiederholt werden, wobei kosmische Kräfte angesprochen werden, bzw. Buhhda. Mantras werden erhebliche Wirkungen zugeschrieben, die sehr starken Einfluß auf das Leben oder einzelne Dinge im Leben haben können.

Mogul

Moslemischer Herrscher einer Dynastie

Moksha Geistige Befreiung von dem Kreislauf der Wiedergeburten. Die Moksha stellt eine der Grundsätze des Hinduistischen Glaubens dar

Monsum 

Regenzeit, in Indien von Juni/Juli bis Anfang Oktober. Der Monsun ist i.d.R. sehr heftig und sorgt nach langen Dürren für starke Überschwemmungen und ununterbrochenen Regen. Nähere Details dazu unter Wetter.

Nirwana

Höchstes Ziel eines Buddhisten oder Jains: es ist das Endziel nach der Befreiung vom Zyklus der Wiedergeburten (Moksha).

Parse Anhänger des zoroastischen Glaubens
Parvati Shiva's Frau, dargestellt als Bergsteigerin
Pradesh In Indian ist es das Wort für (Bundes)staat
Puranas Teil der Smriti-Werke. Sie entstammen dem Kriegeradel, ca. 300-800 n. Chr. Ab dieser Zeit war die Religion war nun allen Schichten zugänglich. Die Puranas beinhalten im wesentlichen religiöse Bräuche, das Handeln der Götter.
Rama 7. Inkarnation des Gottes Vishnu
Ramayana Ramayana ist Teil der Smriti-Werke mit etwa 24.000 Versen. Entstehung ca. 300 v. – 100 n. Chr.

Rickshaw

Kleines, dreirädriges und überdachtes, meist motorisiertes Taxi. Es ist auch häufig als Fahrrad-Rickshaw zu sehen

Sadhu Gläubiger, der durch asketische Hingabe die Erloesung von den Wiedergeburten sucht  
Sahib Anrede fuer "Herr" als anerkennendes Wort
Samsara Kreislauf der Wiedergeburten, dem jeder Mensch unterliegt. Er ist eine der Grundsätze des Hinduistischen Glaubens
Sanskrit Klassische Kultursprache Indiens, die als heilige Schrift angesehen wird. In ihr ist der Veda und viele weitere Abhandlungen (z.B. Ayurvedische) verfaßt.
Sati Frau von Shiva; heute ist es haeufig ein Wort fuer Frauen, die verbrannt wurden, bzw.sich selbst verbrannt haben.
Shakti Lebenskraft, geistige Energie
Shiva Gott der Zerstörung und der Schöpfung
Smriti Smriti umfaßt alle Literatur, die auf die Upanishaden folgt. Es bezeichnet das, was als religiöse Wahrheit gilt, das was von Heiligen und inspirierte Dichter zurückzuführen ist. Smriti heißt übersetzt "Erinnerung", und zwar die, die Weise vor Urzeit in Versenkung "erschaut" haben und die in den Veden als unwandelbares und eizig wares Wissen Niederschlag gefunden haben.
Sri, Shree, Sree Ehrende Anrede für einen Herren/Dame. Viele Bauwerke und sogar das Land Sri Lanka leitet sich von dieser Bedeutung ab.
Sudra Hinduistische Kaste
Sutra Kette von Regeln; so bedeutet "Kama Sutra" die Regeln über die Liebe, da Kama der Gott der Liebe ist.
Swastika
Das Swastika (Hakenkreuz) stellt für die Hindus eine Art Glückssymbol dar, genauer ist es ein vedisches Symbol für Wissen, Glück, Wohlstand und Erfolg. Es wird überall mit Hingabe gemalt, was insbesondere für Deutsche Besucher zu großem Erstaunen führen kann. Dabei stellen die vier Richtungen in dem Kreuz das Wissen der vier Veden (Rig- Yayur- Sama- und Arthavaveda) dar. Die Form des Swastikas der Nazis ist jedoch genau umgekehrt zu der des Originals.
Tantras Teil der Smriti-Werke. Ab ca. 500 n. Chr. entstanden. Sie sind weniger verbindlich und sind eher aus kleineren Gruppen hervorgegangen. Im Wesentlichen enthalten sie geheime Anweisungen zu übernatürlichen Fähigkeiten wowie rel. Rituale.
Tantrismus Tantra heißt wörtlich "Gewebe". Der Tantrismus selbst ist wietgehend fehlverstanden, was nicht zuletzt an den bis heute viele der Texte (Tantras) nicht richtig erschlossen wurden. Im Wesentlichen geht es um die Vereinigungen von Energien durch Mann und Frau. Diese Anweisungen zur Förderung von Kraft sind im Westen als eine Art „Sexualmagie“ verstanden worden, da die Analogien kaum verständlich sind. Der Tantrismus ist jedoch grundlegender Bestandteil des Hinduismus und geht bis auf die vedischen Schriften zurück.
Trimurti Hinduistische Dreieinigkeit von Shiva, Brahma and Vishnu
Unberührbare Im Hinduistischen Glauben sind es die kastenlosen Menschen, von denen Kastenangehörige glauben, dass sie sich beschmutzen, wenn sie mit Ihnen in Beruehrung kommen.
Veda Heilige Schriften der Hindus, etwa im 2. Jahrtausend v. Chr. entstanden und in vier Bereiche aufgeteilt: Götterhymnen (Rig-Veda), Opfergesänge (Sama-Veda), Opfersprüche (Yajur-Veda) and Zaubersprüche (Atharva-Veda). Daneben existieren noch Erläuterungen (Brahmanas) und Abfassungen zur Metaphysik (Aranyakas und Upanishaden)
Vishnu Dritter Gott neben Shiva und Brahma; von ihm gibt es 9 Inkarnationen.
Wallah Bezeichnung für Berufsperson. Wird auf Berufsbegriff erweitert, z.B. Taxi-Wallah
Yoga Phil.-rel Meditationssystem mit dem Ziel den Geist vom Körper zu trennen. Atemübungen und Körperhaltungen gehören dabei zu den Grundlagen

   

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