Udaipur

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Prunkvolle Paläste, Tempel und ein eindrucksvolles Panorama: Udaipur entspricht allen Vorstellungen, die man in Europa vom exotischen Indien hat. Somit ist es nicht erstaunlich, dass Udaipur zu den meistbesuchten Städten des nordindischen Bundesstaats Rajasthan zählt.
Udaipur wurde 1559 von dem Mewari-Herrscher Rana Udai Singh gegründet und war bis 1948 die Hauptstadt der unabhängigen Region Mewar. Bis heute hat Udaipur das Flair einer Residenzstadt bewahrt. Besucher sind fasziniert von der malerischen Lage am Pichola-See vor der Bergkulisse des Aravalli-Gebirges, von den eindrucksvollen Prachtgebäuden und von der verwinkelten Altstadt.


File 1593Die Hauptattraktion Udaipurs ist der Stadtpalast, die größte Palastanlage Rajasthans. Die Bautätigkeit an diesem Herrscherpalast dauerte etwa vierhundert Jahre, sodass sich dort die Einflüsse unterschiedlicher Stilepochen finden. Doch nicht nur die architektonische Meisterschaft der zahlreichen Fassaden, Erker, Balkone und Pavillons, sondern auch die schöne Hanglage direkt am Pichola-See machen den Stadtpalast zu einem Anziehungspunkt. Für Besucher zugänglich ist derjenige Teil des Palastes, der das City Palace Museum beherbergt.


File 1434Etwas unterhalb des Stadtpalastes befindet sich der von einer Mauer umschlossene Jagdish-Tempel, der Vishnu geweiht ist. Besonders bemerkenswert sind die um den Tempel verlaufenden, kunstvoll gearbeiteten Figurenfriese.
Ein weiterer sehenswerter Palast ist der Bagore-ki-Haveli, ehemals das Domizil eines Ministers, in dem sich jetzt das Haveli-Museum befindet. Neben zeitgenössischer Kunst werden dort Alltagsgegenstände präsentiert, die einen lebhaften Eindruck von den Lebensbedingungen vor etwa hundert Jahren vermitteln. Interessant ist auch die Lage des Bagore-ki-Haveli direkt am Gangaur Ghat, das als Waschplatz genutzt wird.


Besonders bekannt sind die beiden Prachtbauten, die sich auf Inseln im künstlich angelegten Pichola-See befinden: In dem ehemaligen Jag Niwas Palast ist jetzt das Lake Palace Hotel untergebracht. Dieses imposante weiße Gebäude wurde vor allem als Kulisse mehrerer Filme bekannt, darunter auch „Der Tiger von Eschnapur“ und „Das indische Grabmal“ von Fritz Lang sowie der James-Bond-Film „Octopussy“. Der Inselpalast Jag Mandir ist in einem sehr baufälligen Zustand, kann aber im Rahmen von Bootsfahrten auf dem Pichola-See besichtigt werden.