Schlepper

Schlepper sind Personen (oft Rickshaw-Fahrer), die neu ankommende Touristen schon von weitem erkennen und sie abfangen. Es ist in einigen Gegenden (z.B. in Varanasi, Agra) so schlimm, dass man machen kann was man möchte, man wird sie nicht los.

In erster Linie wollen sie den Neuankömmling in das Hotel bringen, das dem Schlepper die höchste Provision zahlt. Hat man sich also zuvor ein Hotel ausgesucht und eventuell sogar schon gebucht, dann kann man 100 Prozent sicher sein, dass der Schlepper fast alles daran setzen wird, den Ankömmling davon abzubringen und in das vermeintlich „bessere“ Hotel zu bringen. Er wird einem so lange folgen – solange man noch auf das „eigene“ Hotel besteht – bis man dort angekommen ist und er dort die ihm „zustehende“ Provision vom Hotel kassiert hat. Das sind für die Schlepper zum Teil erhebliche Beträge, bisweilen bis zu einer halben Übernachtung.


Da die Schlepper in einigen Städten sehr zäh und penetrant sind, ist kaum eine Empfehlung möglich. Nur die, dass man sein selbst gewähltes Hotel beibehalten und ansteuern sollte.


Sollte eine Stadt mal überfüllt sein, so haben die Schlepper doch ihren Nutzen: sie wissen immer, wo noch ein freies Hotel zu finden ist.

Schlepper gibt es aber auch für Märkte. Schnell hat man einen „neuen Freund“ an der Seite, der einem die Stadt oder die Sehenswürdigkeiten zeigen möchte. Oder einen, der als Kaufführer für den Markt zur Verfügung stehen möchte. Dabei ist folgendes sicher: erstens wird alles, was man mit seiner Hilfe kauft um seine Provision teurer. Allerdings sollte man sich nicht vorstellen, dass seine Provision offengelegt oder irgendwie in Erwähnung kommt. Er wird den Ladenbesucher hinterher aufsuchen. Zweitens wird es in 95% der Fälle eine Enttäuschung werden, denn die Abrechnung kommt zum Schluss. Er wird einem ein schlechtes Gewissen einreden und zwar mit allen Tricks und einer gehörigen Schauspielkunst. Da hilft es auch nicht, wenn man zu Beginn gesagt hat, dass man für seine Dienste nichts zahlen wird, sondern hier hilft nur: Hände weg von neuen "Freunden".