Das Rote Fort von Agra

File 1671

Das Rote Fort von Agra liegt in den östlichen Ausläufern der gleichnamigen Stadt im Nordwesten von Indien, etwa zwei Kilometer vom Taj Mahal entfernt. Neben dem Taj Mahal gehört es zu den wichtigstens historischen Sehenswürdigkeiten der Stadt Agra und der Region. Das Rote Fort ist genau wie das Taj Mahal Teil des UNESCO Weltkulturerbes.
Schon früh entstand hier eine Befestigungsanlage, die dann unter der Herrschaft des Mogulreiches im 16. und 17. Jahrhundert neu aufgebaut, verstärkt und modernisiert wurde, so dass es das heutige Aussehen erhielt. Da zu dieser Zeit Agra die Hauptstadt des reiches war wurde das Fort entsprechend prunkvoll und mächtig gebaut.

File 1542

Das Rote Fort erstreckt sich über ein Gelände von fast 400.000 Quadratmetern und bekam seinen Namen auf Grund des roten Sandsteins, aus dem es gebaut wurde. Besucher erwarten hier starke, von einem mit Wasser gefüllten Graben umgebene, mehrere Kilometer lange Mauern und mehrere außergewohnlich große, hohe und prächtig verzierte Tore, die sowohl Verteidigungs als auch representativen Zwecken dienten. Von den vielen Gebäuden, die sich in dem Fort befunden haben sollen findet man heute nicht mehr viele. Das tut dem Erlebnis allerdings keinen Abstrich, da das Fort selbst trotzdem soviel zu bieten hat, dass man mehr als genug zu sehen hat. Zu den heute noch vorhandenen Gebäuden zählen die beeindruckende Perlenmoschee, die Audienzhalle und der Palast von Jehangir. Ein Teil des Forts ist nicht für Besucher zugänglich, da er auch heute noch von der indischen Armee genutzt wird.
File 1539Das Fort steht auch in einem engen geschichtlichen Zusammenhang mit dem Taj Mahal, da der Erbauer das Taj Mahals Shah Jahan hier teilweise gelebt hat und zum Ende seines Lebens hier von seinem eigenen Sohn gefangen gehalten wurde. Hierzu gibt es auch die Legende, dass er bis zu seinem Tod in einem der Türme gefangengehalten wurde, von dem aus er jeden Tag das für ihn so wichtige Taj Mahal sehen konnte. In diesem Turm soll er dann auch schließlich gestorben sein.