Mysore

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Mysore liegt etwa 140 km südwestlich von Bangalore. Mysore wirkt aber wesentlich ruhiger und gelassener als Bangalore. Die knapp 750.000 Einwohner zählende Stadt ist vor allem beliebt wegen ihrer gepflegten Straßenzüge, gesäumt von vielen Bäumen und einigen Parks. Da sie etwa 770 Meter über dem Meeresspiegel liegt, ist das Klima angenehm und nicht so drückend, wie in anderen Städten Südindiens.

 

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Besonders bekannt geworden ist Mysore durch sein Kunsthandwerk, Sandelholz, Rosenholz, Teakholz, sowie die Herstellung von Weihrauch, was hier so gut wie jedes Kind aus dem FF kann. Die genannten Hölzer sind wohl die beliebtesten Materialien, aus denen allerlei Möbel, Souveniers und sonstige Holzarbeiten gezaubert werden. Die wahrscheinlich bekanntesten Hersteller sind die Government Sandelwood Oil Factory sowie das Cauvery Arts & Crafts Emporium mit der wohl größten Auswahl an Edelholzschnitzereien.

Einige Paläste Mysores dienen heute als Hotels, darunter der 1931 erbaute Lalitha Mahal Palast sowie der 1939 erbaute Sommerpalast. 

 

Geschichte:

  • erste Erwähnung im 12. Jht. als sogenannte Büffelstadt
  • im Jahre 1523 wird die Mahisuru-Nagara-Festung errichtet
  • ab dem 16. Jht. ist Sri Rangapatna die Hauptstadt, beherrscht durch die Rajas-Dynastie
  • um 1800: die Briten setzen die Rajas-Dynastie wieder an die Macht
  • Ende des 18. Jht. (1799) verliert Sultan Tipu seine Schlacht gegen die Briten
  • Haidar Ali übernimmt Mitte des 18. Jht. die Macht und löst damit die Rajas-Dynastie ab 

 

Sehenswürdigkeiten:

Palast von Mysore

Nachdem 1897 der Palast der Maharajas von Mysore abgebrannt war, entstand 1912 an gleicher Stelle der Nachbau, der vom britischen Architekten Irwin entworfene Palast, der heute das Stadtbild Mysore's prägt. Dieser oft als Märchenpalast bezeichnete Prachtbau wird täglich von Tausenden von Touristen bestaunt. Gemälde, kunstvoll gearbeitete Fenster und Türen, Säulen, Mosaikböden, sowie mit Gold und Spiegeln verzierte Wände schmücken diesen Palast. Massive Silbertüren und weiße Marmorböden vermitteln wahrhaft das Gefühl aus 1001 Nacht. Die Öffnungszeiten sind von Montag bis Sontag von 10-17 Uhr. Besonders eindrucksvoll ist der Palast vor allem Sonntagabends zwischen 19-20 Uhr anzusehen, da er dann in voller Beleuchtung steht. Dies ist ein traumhaftes Postkartenmotiv für Fotografen.

 

Sri Chamundeswari Tempel

Auf dem 1063 m hoch gelegenen Chamundi Berg im Süden von Mysore liegt der Sri Chamundeswari Tempel. Der Tempelturm (Gopuram) ragt mit 7 Stockwerken und etwa 40 Metern Höhe hoch heraus.
Chamunda ist die Schutzgöttin der Fürstin von Mysore und sie stellt eine Form der fürchterlichen Durga, der Frau Shivas, dar.
Es gibt zwei Möglichkeiten, den Tempel zu erreichen: zu Fuß über etwa 1000 Stufen, oder per Rickshaw/Bus auf der etwa 11 km langen, gewundenen Straße. Wer überlegt, einen der Wege per Bus zu unternehmen (rauf oder runter), dem sei empfohlen eher heraufzufahren, da der Bus dann nicht so überfüllt ist (viele Pilger laufen herauf, fahren dann aber runter). Die Öffnungszeiten des Tempels sind von 9-12 Uhr und von 17-21 Uhr.
Kurz nach der Hälfte des Weges (zu Fuß über die Treppen) erreicht man die aus Granitfels geschlagenen, in ihrer Größe einzigartige Figur Nandi's, die Shivas Bullen darstellt.

 

Devaraja Markt

Dieser Obst- und Gemüsemarkt wird als einer der farbenfrohsten Märkte Indiens bezeichnet. Neben aller Art von exotisch und prächtig sortiertem Obst und Gemüse sind es vor allem die indischen Gerüche von Kräutern und Gewürzen, die einem hier in die Nase steigen. Wer Farben liebt, der wird hier auf seine Kosten kommen.

 

 

Umgebung von Mysore

Brindavan Gardens

Etwa 20 km nordöstlich von Mysore befinden sich die Brindavan Gärten. Auf einer Länge von über 2,5 km wurde hier 1932 der Fluss Chavery durch einen fast 40 Meter hohen Damm aufgestaut, wobei auf der Dammseite Gärten entstanden, die heute ein beliebtes Ausflugsziel für Inder sind. Die Springbrunnen, Gärten und Teiche werden gegen Abend romantisch beleuchtet, was die Attraktivität für die meisten Besucher erhöht.

Sri Rangapatna

Etwa 16 km nordöstlich von Mysore befindet sich die ehemalige Hauptstadt mit der großen Festung, die 1799 durch die Briten eingenommen wurde. Heute kann man noch die Kerker sehen, in denen britische Offiziere gefangen gehalten wurden. Weiterhin befindet sich in der weitgehend zerstörten Festung noch eine Moschee und der Sri Ranganathwami Tempel. In Sri Rangapatna leben etwa 20.000 Menschen.