Mumbai (Bombay)

File 1722

Die sieben Inseln (damals Heptanasia) die heute Bombay formen, waren ursprünglich die Heimat des Koli-Volkes, ein einfaches Fischervolk. Im Laufe der Zeit wurden die Inseln durch eine Abfolge mehrerer Hindu-Dynastien regiert. Im 14. Jahrhundert sind Muslime eingefallen und im Jahr 1534 wurde Bombay durch den Sultan von Gujarat an die Portugiesen abgetreten. Die Engländer haben die Inseln schließlich um 1665 übernommen und nur 3 Jahre später gegen eine jährliche Gebühr von 10 Pfund an die East India Company vermietet.


File 1758Nur wenig später entwickelte sich Bombay zu einem größeren Handelshafen. Durch viele Vorzüge zogen immer mehr Menschen in die Stadt, vor allem Parsis und Gujaratis. Auch Hindus aus der Gegend um Goa zogen hinzu, die vor den Portugiesen flohen. Innerhalb von nur 20 Jahren entwickelte sich die Stadt Bombay zu der größten Handelsstadt an der westlichen Küste Indiens.
So schöne Seiten diese Stadt auch bietet, wer das erste mal nach Bombay kommt, den wird vor allem eines erschlagen: der größte Slum Asiens, der sog. Dharavi mit weit über einer Million Menschen, von denen ein großer Teil täglich auf den Straßen Bombays betteln geht. Man sagt, dass dieser Slum einem Araber namens Dawood Ibrahim "gehört", der sich selbst jedoch nicht nach Indien wagt und dort sogar gesucht wird. 


Afghan Church

Die Afghanische Kirche ist den Britischen Soldaten gewidmet, die im Sindh-Afghanischen Krieg von 1838 und 1843 starben. Erbaut wurde sie im Jahre 1847 und sie ist ebenfalls bekannt unter dem Namen St. John's Kirche.


Chowpatty Beach

So schön sich auch der Strand anhört, er ist kein Strand zum Baden oder Schwimmen.
Tagsüber ist der Strand eher ruhig, gegen Abend hingegen spazieren hier viele Einheimische zwischen Getränke, Nuss- und Krimskramsverkäufern. Es ist fast ein romantischer Ort, an dem auch immer wieder Filme gedreht werden. Wer hier abends entlang schlendert, sollte die bekannten "Bhelpuri" probieren.
Ganz besonders empfehlenswert ist Chowpatty zum Beobachten des jährlichen Ganesh Festivals im August/September, denn dann werden hier riesige Abbilder des elefantenköpfigen Gottes im Meer versenkt. Diesen sagenhaften Trubel lohnt sollten Sie sich nicht entgehen lassen.


Crawford Market

Den farbenfrohen und teilweise überdachten Crawford Market kennt man auch unter seinem ehemaligen Namen "Mahatma Phule Market". Er war ursprünglich der Großhandelsfrischmarkt von Mumbai. Später zog dieser nach Neu Bombay um. Heute kaufen die Menschen hier Obst, Gemüse und Fleisch ein.


Elephanta Island

Etwa 10 km nordöstlich des Gateway of India befindet sich Mumbais Haupttouristenattraktion, die Höhlentempel auf Elephanta Island. Man vermutet, dass die Höhlen zwischen 450 und 750 n.Chr. in die Felsen gehauen wurden.
Trotz portugisischen Vandalismus sind die Tempel noch recht gut erhalten. Man sagt, dass eine der Höhlen sogar von einem portugiesischen Bataillon als Schießstand benutzt worden sein soll.
Die Haupthöhle birgt große, dem Gott Shiva gewidmete Reliefs, darunter eine 6 m hohe Darstellung von Trimurti, dem dreigesichtigen Shiva (Schöpfers, Erhalter und Zerstörers zugleich).
Da es an den Wochenenden sehr voll werden kann, ist es ratsam, die Höhlen nach Möglichkeit unter der Woche zu besuchen.


Gateway of India

Das Gateway of India liegt in Colaba, dem Herzen von Bombay, direkt am Wasser. Es wurde 1924 eröffnet und ist heute offizielles Wahrzeichen von Mumbai. Von hieraus fahren die Boote zu Elefant Island.

 


Haji Ali Moschee

Diese sehr schön vor Bombay gelege Moschee enthält das Grabmal des Heiligen Muslimen Haji Ali. Er soll ein reicher Geschäftsmann gewesen sein, der nach einer Pilgerreise nach Mekka auf einem nahelegelegenen Felsen meditiert haben soll. Die Moschee wurde im frühen 19. Jht. erbaut. Heute ist die Moschee gut zu Fuß zu erreichen, wobei es bei Flut eher schwierig wird.


Kala Ghoda

Kala Ghoda ist das Gebiet zwischen Colaba und der Fort-area. Hier findet man die großen Museen und Gallerien sowie die bedeutendsten Kolonialgebäude der Stadt, darunter das Elphinstone College, das Institute of Science und die David Sasoon Bibliothek.


Marine Drive

Der Marine Drive wurde 1920 auf abgetrotztem Land gebaut. Er verläuft vom Nariman Point an der Küste des Arabischen Meeres entlang am Chowpatty Beach, bis zum Malabar Hill. Die Promenade ist bei Einheimischen wie Touristen sehr beliebt und sie ist ein idealer Ort, um den Sonnenuntergang zu beobachten. Man kommt an vielen Art-Déco-Wohnhäusern vorbei, die jedoch aus Geldmangel leider stark verfallen. In vielen Reiseführern liest man für Marine Drive auch den Namen "Queen's Necklace", da die Straßenlaternen am Abend eine geschwungene Lichterkette bilden.