Meditation

Der Begriff Meditation kommt aus dem Lateinischen (lat. meditatio) und bedeutet so viel wie „Nachdenken über“ oder auch „zur Mitte ausrichten“. In Asien, v.a. aber in Indien wird es als eine Art religiöse, spirituelle und bewusstseinsverändernde Praxis verstanden, in der nach innerer Erlösung von Qual und Schmerz gesucht wird. Je nach Art der Meditation unterscheidet man zwischen Versenkung, Trance oder Ekstase.

Schon etwa um 2.000 v. Chr. waren die Menschen im Industal auf der Suche nach der „Befreiung von allem Übel“ und suchten diese Befreiung durch Meditation. Die Menschen diskutierten vehement damals, welche Meditationsart die richtige sei und welche den Menschen von allem Übel befreien könnte. Dies reichte von der einfachen Konzentration bis zur schlimmsten Selbstkasteiung.

Etwa im Jahre 500 vor unserer Zeitrechnung erlangt der erste Buddha, er hieß "Siddharta Gautama Buddha" das „Nirvana“ und lehrt in Folge andere Menschen die Meditation, den Pfad der Erlösung durch den "mittleren Weg". Dieser mittlere Weg bestand in der Achtsamkeit für geistige, emotionale und körperliche Phänomene im derzeitigen Augenblick. 

In den folgenden Jahrhunderten verbreiten sich verschiedene Meditationsformen über ganz Asien hinweg. Die Herleitung der damaligen Meditation, wie auch heute noch viel praktiziert wird, basiert auf den Aufschriften der Upanishaden. Hiernach wandert die Seele durch die Existenzen (Samsaro), angetrieben von der Summe guter und schlechter Taten (Karma) und geblendet vom Schleier äußerer Existenzen (Maja). Das Heil wird schließlich durch die Befreiung von subjektiven Taten und vom objektiven Schleier verwirklicht.
Heute lassen sich die Meditationsarten grob in folgende Techniken einteilen:
 

Aktive Meditationsarten

Tantra
  • Lehre der Shakti (Kräfte). Visualisierung von Gottheiten, Mantren.
  • Auch Einbeziehung der Sexualkraft
  • Hinduistische / Buddhistische Variante
Yoga
  • Atemtechnik, Stille, Einkehr, Körperhaltungen und -übungen
Zen-Buddhismus
  • In Japan 552 n. Chr. eingeführt (aus Mahayana-Buddhismus)
  • Zen = sitzende Meditation
  • Sich selbst befreien um anderen zu helfen, Schulen:
    • Koan: Aufgabe, welche die Vernunft übersteigt
    • Soto: z.B. Ausatmen von Problemen
  • Zengarten, Teezeremonie, Weg des Kriegers, etc.

Passive Meditationsarten

RuhemeditationChristlichen Traditionen, Gebet der Ruhe
AchtsamkeitsmeditationVollkommene Achtsamkeit für geistige, emotionale und körperliche Phänomene im Augenblick (z.B. Vipassana)
Konzentrationsmeditation
  • Geistesruhe-Meditation, Konzentration auf Objekt
  • Atem-Meditation,
  • Metta-Meditation: Licht & Frieden
Transzendentale Meditation (TM)
  • Zustand ohne gedankliche Aktivität, wacher, tiefer Stille
  • Mantra Meditation - wiederholen ("man" = Denken, "tra" = Befreien).
  • kann zu Trance führen, fortgeschritten: übernatürliche Kräfte / yogisches Fliegen