Kerala

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Traumstrände, Urwälder und malerische Flusslandschaften: Viele Urlauber beschreiben Kerala als kleine Oase innerhalb Indiens. Obwohl Kerala mit über 30 Millionen Einwohnern und über 800 Menschen pro Quadratkilometer der am dichtesten besiedelte indische Bundesstaat ist, scheint dort alles etwas geruhsamer zuzugehen als im Rest des Landes. Große Ballungszentren gibt es in dem an der Malabarküstegelegenen Bundesstaat nicht. Die Gegend ist ländlich und geprägt durch Dörfer, in denen die traditionelle Lebensweise den Alltag der Bewohner bestimmt. In der Küstenregion ist die Vegetation üppig undtropisch.

 

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Im Landesinneren an den Steilhängen des Nilgiri-Gebirges, das Kerala von Tamil Nadu abtrennt, bestimmen Tee- und Kaffeefelder das Landschaftsbild.
Tatsächlich gilt Kerala als Indiens Vorzeigestaat: Die Armut ist vergleichsweise gering, das Gesundheitswesen gut ausgebaut und die Alphabetisierungsquote hoch. Kinderarbeit gibt es kaum, da die Schulpflicht mittels strenger Polizeikontrollen durchgesetzt wird. Dass die Menschen in Kerala nicht so hart um ihr Überleben kämpfen müssen wie in anderen Teilen Indiens, wirkt sich auch auf ihr Verhalten gegenüber Touristen aus: Nepp ist keineswegs üblich. Stattdessen treten die Keralesen ihren Gästen freundlich, hilfsbereit und mit ehrlichem Interesse entgegen. Neben der Landessprache Malayalam und der Staatssprache Hindi sprechen insbesondere die jüngeren Einwohner Keralas sehr gut Englisch.
Somit ist ein Aufenthalt in Keralader ideale Start für eine Indienreise, denn hier kann man sich in einer angenehmen Atmosphäre an das ungewohnte Klima und die fremde Kultur gewöhnen.
Von dem internationalen Flughafen in Delhi verkehren regelmäßig Inlandsflüge nach Thiruvanantapuram.
Thiruvanantapuram (auch: Trivandrum), die Landeshauptstadt von Kerala, besticht durch ihr freundliches, weitläufiges Stadtbild. Sehenswert sind das Fort, in dem sich die rechtwinklig angelegte Altstadt befindet, das in einem schönen Park gelegene Napier-Museum sowie der Padmanabhaswami-Tempel mit den imposanten Gopurams, dem Tempelteich und den alten Brahmanen-Häusern.

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Ausgesprochen reizvoll ist auch Kochi (auch: Cochin), eine quirlige Händlerstadt. In Fort Kochi kann man nicht nur die St-Francis-Kirche mit dem Grabstein von Vasco da Gama bewundern, sondern auch die ungewöhnliche Konstruktion der chinesischen Fischernetze, die noch immer in Betrieb sind. Besonders interessant ist ein Besuch der Judenstadt und der Synagoge. 
Kultureller Höhepunkt eines Urlaubs in Kerala ist der Besuch einer Kathakali-Aufführung. Bei Kathakali handelt es sich um eine traditionelle Tanzform, bei der insbesondere die kunstvollen Kostümierungen und die perfekte Körperbeherrschung der Darsteller Bewunderung hervorrufen. Eine traditionelle Kathakali-Darbietung dauert zwar zehn Tage, in Kochi werden jedoch speziell für Touristen Kathakali-Abendveranstaltungen geboten.
Ein eindrucksvolles Erlebnis in Keralaist eine Bootsfahrt auf den Backwaters, einem labyrinthartigen System von Flüssen und Kanälen, das zwischen Kochi, Kottayam und Kollam ein wichtiges Verkehrsnetz darstellt. Während einer solchen Fahrt kann man nicht nur die tropische Landschaft bewundern, sondern auch Einblicke in den Alltag der Dorfbewohner am Ufer gewinnen.
Ein völlig anderes Landschaftsbild bietet sich bei einem Ausflug nach Thekkady im Nilgiri-Gebirge und in das nahegelegene Wildschutzgebiet Periyar. Im Periyar-Wildschutzgebiet lassen sich bei einer Bootsfahrt auf dem Periyar Lake oder einer geführten Trekking-Tour durch den Dschungel zahlreiche seltene Tiere beobachten.
Erholung bietet in Keralaein Aufenthalt am Kovalam Beach, der im Gegenteil zu den übrigen Stränden in Kerala touristisch gut erschlossen, aber trotzdem selten überlaufen ist.