Islam

File 1494

In Indien leben etwa 130 Millionen Moslems, die fast 13 Prozent der Gesamtbevölkerung ausmachen. Zwischen Hindus und Moslems hat es in Indien leider immer wieder Zwischenfälle gegeben, die sich bis in die heutige Zeit hinein ziehen. Einer der brutalsten Angriffe aus neuerer Zeit auf die muslimische Kultur ereignete sich 1992, bei dem Tausende von Hindus die Moschee in Ayodhya stürmten und sie zerstörten. Es kam daraufhin landesweit zu vielen Unruhen, bei denen mehr als 3.000 Menschen starben.
Der Prophet Mohammed

Mohammed wurde um 570 in Mekka geboren. Er verlor bereits in jungen Jahren beide Eltern und wuchs so in recht armen Verhältnissen bei Verwandten auf. Mit etwa 25 Jahren heiratete er eine 15 Jahre ältere Kaufmannswitwe namens Khadidscha. Sie ermöglichte ihm ein recht sorgenfreies Leben und konnte als Kaufmann viele Reisen unternehmen.

Etwa mit 40 Jahren (um 610) beginnt Mohammed seiner religiösen Berufung nachzugehen und emfängt Offenbarungen vom Erzengel Gabriel. Ab 614 tritt er bereits öffentlich auf, um seine Visionen zu verkündigen, die jedoch in der Anfangszeit mit Spott und Hohn abgelehnt wurden. Um 622 schließlich flieht er von Mekka nach Medina (arab. "Stadt"). Mit dieser Flucht (Hidschra) beginnt die Islamische Zeitrechnung. In der Folgezeit versucht er in über 70 Kriegen seine religiöse Lehre durchzusetzen. Hier ist auch der Beginn des Streits mit den Juden zu sehen, denn in Mekka waren es überwiegend die Anhänger des jüdischen Glaubens, die seine Lehre nicht annehmen wollten. So ändert Mohammed auch die Richtung des Gebets im Jahre 624 - nämlich von Jerusalem nach Mekka. 628 ruft er zum ersten Mal seine Anhänger zur Pilgerfahrt nach Mekka und zum von ihm erklärten zentralen Heiligtum des Islams (Kaaba - ursprünglich ein Beduinen-Heiligtum) auf.
Im Jahre 630 erobert er schließlich Mekka, nur 2 Jahre später stirbt er in Medina (632). Hier wurde er auch begraben.