Fatehpur Sikri

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Die eindrucksvolle Geisterstadt Fatehpur Skiri liegt in dem nordindischen Bundesstaat Uttar Pradesh etwa vierzig Kilometer von Agra entfernt auf einem Grat zwischen den Dörfern Fatehpur und Sikri. Ein Abstecher nach Fatehpur Sikri lässt sich also ausgezeichnet mit einem Besuch des Taj Mahal verbinden. Es ist problemlos möglich, von Agra aus einen Tagesausflug nach Fatehpur Sikri zu unternehmen. Wer lieber mehr Zeit einplanen will, um in Ruhe die mächtigen Ruinen zu erkunden, findet vor Ort Unterkünfte.
Fatehpur Sikri wurde zwischen 1569 und 1574 auf Befehl des Großmoguls Akbar errichtet und war für einige Jahre die Hauptstadt des Mogulreichs, ehe sie aufgrund von Wassermangel wieder verlassen wurde. Heute gehören die Monumente der verwaisten Stadt zum UNESCO-Weltkulturerbe. Die kunstvoll gestalteten und reich verzierten Gebäude aus rotem Sandstein sind insbesondere im Sonnenuntergang ein Motiv, das nicht nur Fotografen begeistert.
File 1581Besonders eindrucksvoll ist die Jama Masjid Moschee, die noch immer ein beliebter Pilgerort ist. Man betritt den Gebäudekomplex durch das über fünfzig Meter hohe Siegestor. Im Innenhof der Moschee befindet sich das Grabmal von Shaikh Salim Chichti, das mit weißem Marmor überzogen ist und dessen filigranen Verzierungen Besucher in Staunen versetzen. In den Palastkomplex gelangt man durch die öffentliche Audienzhalle Diwan-i-Am, einen Innenhof, der von Bogengängen mit kunstvoll gestalteten Fenstern im Stil der Jali-Architektur gesäumt ist.

Die private Audienzhalle Diwan-i-Khas fällt von außen durch ihre vier mit Pavillons geschmückten Türme auf. In ihrem Inneren beherbergt sie eine imposante, mit Skulpturen verzierte Steinsäule, auf welcher der Herrscherthron gestanden haben soll. Zu den markantesten Bauwerken im Palastkomplex zählt der Panch Mahal, ein fünfstöckiger Pavillon, der sich nach oben hin verjüngt und der die übrigen Gebäude überragt.
Besonders kunstvoll mit Ornamenten geschmückt ist der kleine Palast Rumi Sultana, den Akbar für moslemische Ehefrau erbauen ließ. Daneben gibt es zahlreiche weitere Gebäude zu sehen, beispielsweise die Paläste für Akbars christliche Ehefrau und für seine hinduistische Ehefrau, den Haremsbereich, Akbars Privatpalast, die Schatzkammern, eine Karawanserei und den Turm Hiran Minar. Bei einigen Gebäuden ist ihr ursprünglicher Verwendungszweck umstritten, aber dennoch zeugen sie weiterhin davon, wie kunstvoll und gleichzeitig zweckmäßig der Palastkomplex von Fatehpur Sikri angelegt ist.