Christentum

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In Indien leben heute schätzungsweise über 24 Millionen Christen, die meisten von ihnen kommen aus den Unionsstaaten Kerala, Tamil Nadu, Karnataka und Andhra Pradesh. Dabei sind in Kerala mit 28,62 Prozent die mit Abstand meisten Christen vertreten. Nur etwa 20 Prozent der Christen leben in den nordöstlichen Bundesstaaten Assam, Nagaland, Meghalaya, Mizoram und Manipur.

Man weiß heute nur wage, wann das Christentu in Indien Einzug erhalten hat. Nach dem Glauben soll der Apostel St. Thomas bereits im 1. Jht. n.Chr. das Christentum nach Indien gebracht haben. Auch von einem syrischen Geschäftsmann wird berichtet, der um das 4. Jht. herum das Christentum mit 400 Familien mitgebracht haben soll. Um 1498 n.Chr. soll schließlich der portugisische Seefahrer Vasco da Gama einige Christen im heutigen Kerala vorgefunden haben, als er hier landete. Er war der erste bekannte Europäer, der den Indischen Ozean überquerte und seine Gebeine lagen über einige Jahre in der St. Francis Kirche in Cochin.

 

Die christliche Soziallehre in Indien findet vor allem innerhalb der ärmeren Bevölkerung Anhänger. Das wird vielfach damit begründet, dass die christliche Religion kein Kastensystem vertritt. Interessanterweise findet man an vielen christlichen Kirchen durchaus Ornamente und Schmuck aus dem Hinduismus.

 

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